Konservative Steigbügelhalter? Die "Moderaten" und die Rechtspopulisten in Schweden

Wenn Schweden 2022 ein neues Parlament wählt ist, ist es nicht ausgeschlossen, dass eine bürgerliche Regierung unter Führung der konservativen Moderaten mit Unterstützung der rechtpopulistischen Schwedendemokraten eine Mehrheit finden könnte. Eine Konstellation, die noch vor kurzem als undenkbar galt. Neue Publikation von Håkan A. Bengtsson.

Parteivorsitzender Ulf Kristersson der Moderaten und Jimmie Åkesson der Schwedendemokraten. Foto: Patrik Österberg/TT.

Parteivorsitzender Ulf Kristersson der Moderaten und Jimmie Åkesson der Schwedendemokraten. Foto: Patrik Österberg/TT.

Mitverantwortlich für diesen Triumpf der Rechtspopulisten sind die konservativen Oppositionsparteien. Denn zusammen mit den Christdemokraten haben die Moderaten den Konsens der etablierten demokratischen Parteien in Schweden aufgekündigt, nicht mit den Rechtspopulisten zusammenzuarbeiten.

Möglich war dies durch einen programmatischen Rechtsschwenk der Moderaten, nach 2018. Ob diese Strategie der Normalisierung der Rechtspopulisten mittels der Übernahme ihrer Positionen aufgeht, ist fraglich. Denn in der Vergangenheit waren es stets bürgerliche Parteien, die rechtspopulistische Parteien zur Macht verholfen haben.

Über den Autor

Håkan A. Bengtsson ist Geschäftsführer der Arenagruppen, ein von schwedischen Gewerkschaften finanzierter Thinktank und Verlag, und politischer Herausgeber der Online zeitschrift Dagens Arena.

Bengtsson, Håkan A.

Konservative Steigbügelhalter?

Die "Moderaten" und die Rechtspopulisten in Schweden
Bonn, 2021

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